Amade-Radmarathon

Karin´s Bericht

Amadé, (fast) ganz allein...,

nachdem die Nove Colli Teilnehmer noch müde Beine hatten und auch sonst keine Anmeldungen eintrafen, machte ich mich am Sonntagmorgen allein auf den Weg nach Radstadt. Das Wetter war herrlich, somit fiel das frühe Aufstehen gar nicht schwer. In Radstadt angekommen, erschien mir das Teilnehmerfeld sehr „übersichtlich“, obschon wohl fast 1000 Meldungen eingegangen waren. Ein paar bekannte Fahrer wie Stefan Oettl, Wolfgang Hoffmann und Andreas Ortner standen in der ersten Reihe, daneben (konkurrenzlos) Nadja Prieling.

Nach einer Gedenkminute für die verunglückte Julia Viellehner ging es auch schon los, zunächst neutralisiert und dann gleich mehrere Kilometer bergauf, wo sich das Fahrerfeld gleich entzerrte. Ich hatte den Anstieg noch vom ersten Mal in Erinnerung und konnte mir deshalb meine Kräfte gut einteilen. Auch der zweite längere Anstieg funktionierte noch gut, abgesehen vom Verlust meiner Trinkflasche....- so musste ich dann gleich an der ersten Labestation auftanken und verlor leider meine Mitfahrer.

Allein ist es selbst bei wenig Wind mühsam! Ich war froh, als mich dann eine 3er Gruppe aus Frankfurt/Oder überholte (Vater, Sohn und Onkel), an deren Fersen ich mich heften konnte. Diesen Plan verfolgten noch andere, sodass sich schließlich eine stattliche Gruppe auf die lange Route begab. Außer mir befanden sich darin noch zwei weitere „Mädels“, schätzungsweise aus derselben Altersgruppe – was das bedeutete, ist klar...! Wir 6 und ein Triathlet aus Nürnberg wechselten uns brav in der Führung ab, wobei den Löwenanteil sicherlich die Männer übernahmen – großes Lob!!! Der restliche Rattenschwanz hinter uns schonte sich ...

Die 3. und letzte Labe musste ich noch mitnehmen, holte aber die beiden anderen Damen noch ein. Die Männertruppe war auseinandergebrochen.

Der lange Anstieg nach Wagrain tat dann schon weh, zumal es auch recht warm und windig wurde. Eine der Damen fiel zurück, die andere blieb mir, gemeinsam mit ihrem Mann, bis ins Ziel. Es wurde sehr fair gefahren und machte viel Spaß mit den Beiden! Wir rollten nacheinander durchs Ziel (ich durfte zuerst, da ich die längste Führungsarbeit übernommen hatte), alle glücklich, unverletzt und ohne Panne.

Mein Resümee:     Traumwetter, tolle Landschaften, keine Unfälle, nette Leute – dennoch wird der Amadé nicht meine Lieblingsveranstaltung, da lange Abschnitte auf breiten Landstrassen mit reichlich Verkehr gefahren werden.

Schade, dass es so wenig Radveranstaltungen auf für den Autoverkehr gesperrten Strecken gibt!