Kurzfristig übers Wochenende am 25./26.03.2017 nach Südtirol

Sonnige Tage in Leifers

Nachdem uns die Wettervorhersage einen sauberen Strich durch die Planung gemacht hat und wir am Freitag bei Hochnebel und kalten Temperaturen (statt dem angesagten blauen Himmel bei bis zu 16°C) frustriert in der Heimat saßen, wurde vom Vorstand ganz kurzfristig entschieden, dass wir das gute Wetter in Südtirol ausnutzen wollen.

Gesagt, getan. Innerhalb kürzester Zeit fanden sich Steffi, Mary und Sepp, Susanne und Christian F., Max, Christian V. und Stephan D. für zwei Tage Radfahren in Süditrol zusammen. Auf Stephans Empfehlung hin reservierten wir unsere Unterkunft im Hotel Ideal Park ***S in Leifers (http://www.hotelidealpark.it/de/anfrage-suedtirols-sueden.htm). Neben den geräumigen Zimmern und einem tollen Wellnessbereich ist dieses Hotel ein idealer Ausgangspunkt für tolle Rennradtouren.

Da sich am Samstag um 9:15 Uhr keine weiteren Mitfahrer am IKO-Parkplatz eingefunden hatten, ging es mit zwei Fahrzeugen bei zähem Hochnebel in Richtung Süden. Erst am Brenner riss die Nebeldecke auf und ein strahlend blauer Himmel mit weiß angezuckerten Berggipfeln empfing uns. Als wir in Leifers ankamen, lagen die Temperaturen bereits bei über 20°C. Nach dem Einchecken und einer kurzen Stärkung mit Cappuccino und Toasts ging es auf die erste Tour:

Diese führte uns von Leifers über den Radweg Richtung Bozen und von dort weiter bis nach Lana. Hier erwartete uns der erste Anstieg am Gampenpass. Jeder fuhr in seinem Tempo den Berg hinauf bis zum Abzweig Richtung Tisens. Hinter Prissian ging es die steile Abfahrt hinab nach Nals. Leicht ansteigend führte uns die Tour nach Andrian und am Golfplatz vorbei über die nunmehr wieder steilere Auffahrt nach St. Pauls und St. Michael zum zweiten Anstieg Richtung Mendelpass. Nach wenigen Kilometern auf der Passstraße ging es über Kaltern hinab zum namensgebenden See. Zum Ausrollen ging es über Tramin zurück zum Hotel. So kamen knapp 90 km und über 1000 Hm zusammen.

Das Höhenprofil für diese Tour findet ihr hier.

Nachdem wir ausgiebig den Wellnessbereich genutzt hatten, kam nicht nur der kleine Hunger. Im Restaurants Moro konnten wir uns dann bei sehr gutem Essen von den hervorragenden Lungen Südtiroler Kleinkinder überzeugen, sodass der Absacker und die Routenplanung für den nächsten Tag bei schon fast totenstiller Atmosphäre im Hotel stattfand.

Nach einer viel zu kurzen Nacht (Scheiß Zeitumstellung) füllten wir unsere Energiespeicher nochmals bei einem ausgiebigen Frühstück. Da Christian V. gesundheitlich nicht in Topverfassung war, entschied sich die Gruppe, heute auf größere Anstiege zu verzichten und dafür lieber die 100 km-Marke zu knacken. Gemeinsam fuhr die gesamte Gruppe daher wieder in Richtung Bozen. Diesmal aber nicht auf dem Radweg, sondern gemütlich durch die Obstgärten und eine ca. 100 m lange „Regenpassage“ (Sprinkleranlage für das Obst). Nach einer Reifenpanne bei Max verließen uns dann in Bozen Susanne und Mary in Richtung Walterplatz, um dort ein wenig das „dolce vita“ zu genießen. Der Rest der Truppe radelte hinauf nach Girlan und nach dem einzigen nennenswerten Anstieg des heutigen Tages über die Radwege am Kalterer See vorbei Richtung Mezzocorona. Aufgrund des extrem starken Gegenwindes aus Richtung Süden konnten wir auch auf der Ebene ein gutes Training absolvieren. In Mezzocorona führte uns die Tour dann noch ein Stück in Richtung Cles, wobei wir uns selbst einbremsten und keine weiteren Höhenmeter mehr machten. Nach einer Kaffeepause und unterstützt von dem weiterhin aus Süden blasenden Wind absolvierten wir noch ein kleines Mannschaftszeitfahren zurück zum Hotel. Am Ende der Tour hatten wir dann 115 km und ein paar hundert Höhenmeter auf dem Tacho stehen.

Nachdem wir uns im Wellnessbereich wieder aufgehübscht hatten, kauften wir auf dem Heimweg in Sterzing noch ein paar italienische Spezialitäten ein und verabschiedeten uns mit einem super Abendessen am Brennerpass von Südtirol.

So endeten zwei Tage super Radsport bei viel Sonne (zwei Tage kurz/kurz war echt toll!), viel Spaß und einer hervorragenden Stimmung in der Gruppe. Alle waren sich einig, dass – wie von Christian F. auf der Jahreshauptversammlung bereits angekündigt – solche Kurztrips fest auf dem Plan für die Saison 2017 stehen werden.