Von Brannenburg an den Gardasee

Langes Wochenende vom 07.-09.07.2017

Freitag, 07.07.2017

Wie wird das Wetter am Wochenende unseres Gardasee-Events? Die Aussichten waren zu Beginn der Woche nicht allzu rosig. Doch die Wettervorhersage wurde von Tag zu Tag besser. Letztendlich trafen sich die Teilnehmer der Veranstaltung bei bestem Radlwetter gegen 7:30 Uhr in der Casa Westermeier in Brannenburg. Nach dem „Briefing“ durch Karl, unserem „CEO für Transport und Logistik“, ging es Richtung Brixen, unserem ersten Etappenziel.

So machten sich Steffi, Karl, Waldemar, Rudi und Christian V. auf in Richtung Brenner. Bereits ab Flintsbach hatten wir anfangs mit heftigem Gegenwind zu kämpfen. Doch mit Rudi als Frontmann war dies kein Problem. Über Langkampfen, Mariastein, Kramsach und Schwaz rollten wir mit unserem Schnellzug „Rudi“ zügig durch das Inntal.

Nach dem Bogen der Karlskirche (Klosterkirche zum Hl. Karl Borromäus) bei Volders erwartete uns der erste steile Schapper hinauf zur "Alten Römerstraße“. Windschattenfahren war jetzt leider vorbei. Jeder fuhr nun sein eigenes Tempo zum ersten Treffpunkt in Patsch. Dort war zuerst einmal Auffüllen der Wasserflaschen angesagt. Bei Temperaturen von weit über 30 Grad war unser Flüssigkeitsbedarf enorm. Wer die "Alte Römerstraße" schon einmal mit dem Rad gefahren ist, hat sicherlich die wunderbaren Blicke auf die Bergwelt genossen, aber auch das ewige Bergauf und Bergab bis Matrei verflucht.

Angesichts der Tatsache, dass für Nachmittag Gewitter angesagt waren und Richtung Brenner tatsächlich Wolken aufzogen, wollten wir in Matrei nur eine kurze Brotzeitpause machen. Die Trinkflaschen mussten natürlich auch schon wieder aufgefüllt werden. Danach rollten wir über die Brenner Bundesstraße die letzten 400 Höhenmeter hinauf zum Brenner, wo uns einzelne Tropfen und Sonnenschein erwarteten.

Nach nochmaligem Auffüllen der Trinkflaschen und etwas Abkühlung war die Abfahrt über Gossensaß nach Sterzing für alle ein Genuss. Waldemar und Rudi führten uns bei angenehmem Rückenwind die letzten 30 Kilometer von Sterzing im Tempo eines Mannschaftszeitfahrens zum Etappenziel Brixen. Unser „Begleitservice und Gepäcktransport“ traf kurz danach ein. Ein herzliches Dankeschön an Geli und Susi.

Nach all den Anstrengungen ließen wir den Tag in der Brixener Altstadt und im Hotel Grünen Baum bei unterschiedlichen „refreshments“ gemütlich ausklingen. Denn morgen erwartete uns die zweite anspruchsvolle Etappe, und dies, wie sich noch herausstellen sollte, bei deutlich höheren Temperaturen.

Samstag, 08.07.2017

Für Christian F. begann dieser Tag bereits recht früh. Nachdem er am Freitag beruflich verhindert war, übernahm er in Brannenburg das am Vortag abgestellte Auto von Christian V. und fuhr damit nach Brixen. Aufgrund eines perfekten Zeitmanagements traf er just zu dem Moment am Grünen Baum ein, zu dem die Vortagsradler das Hotel verließen. Nachdem sich Susi kurzerhand bereit erklären musste, mit dem Touran den Rest der Strecke an den Gardasee zu fahren, konnte Christian F. mit den anderen die zweite Radl-Etappe in Angriff nehmen.

Von Brixen aus rollten wir somit zu sechst über den Radweg nach Bozen und von dort zum Bici-Grill kurz vor Mezzocorona, wo wir unsere erste Pause einlegte, etwas aßen und die Trinkflaschen auffüllten. Karl machte seine Drohung war und warf den Schiffsdiesel an. Sein Weg führte auf dem Radweg weiter an der Etsch entlang über Rovereto und den Passo di Giovanni an den Endpunkt in Torbole.

Für den Rest ging es nach der Pause ein kurzes Stück Richtung Westen und dann den 15 km langen Anstieg nach Andalo hinauf. Bei Temperaturen von 40 °C war dies nicht unbedingt die reine Freude. Oben angekommen, erwartete uns aber der schöne Teil der Tour am Moveno-See vorbei bis nach Ponte Arche. Auf dem tollen Radweg ging es weiter nach Sarche und am Lago di Cavedine über die Marocce bis zu unserem Ziel in Torbole. Da Rudi am Molveno-See die Beine ins kühle Nass streckte und so nicht bemerkte, wie der Rest an ihn vorbeiradelte, ging es für ihn über den Passo Ballino zum Ziel. Als wir dort ankamen, waren alle sehr froh, die aufgrund der Hitze doch sehr kräfteraubende Etappe geschafft zu haben.

In der Casa Westermeier am Yachthafen warteten schon unsere Begleitdamen, die auf dem Weg von Brixen nach Torbole noch eine ca. 4 stündige Wanderung unternahmen und auch noch das Abendessen für uns einkauften. Die super Brotzeit (u. a. mit Spaghetti, Käse und Melone/Schinken) schmeckte dann allen und der Wein und das Bier ebenso. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Familie Westermeier, die uns alle in ihrem Heim unterbrachten und bestens versorgten.

Sonntag, 08.07.2017

Nachdem wir um 8.00 Uhr aus den verschiedenen Zimmern der Casa Westermeier Torbole gekrochen kamen, gab es erstmal ein lecker Frühstück. Dann ging es an die Tagesplanung, die sich wie folgt darstellte:

Die Katze lässt das Mausen nicht. Da Karl keine Katze ist, ließ er es schon. Daher gönnte er sich einen freien Tag. Wie sich herausstelle, war dies äußerst sinnvoll.

Susi und Geli unternahmen einen Ausflug an den Lago die Tenno, um dort zu baden und einen Bummel durch die kleine Ortschaft zu unternehmen.

Der Rest der Gruppe konnte es nicht lassen und rollte mit Christian V. als Frontmann von Torbole bis nach Garda. Von dort ging es weiter über Calmasino bis zum Radweg am Etschkanal. Von dort aus ging es bei ständig steigenden Temperaturen Richtung Norden. Vielen Dank an Rudi, der uns hier den Windschatten machte. Bevor wir am Passo di Giovanni ankamen, mussten wir allerdings noch zwei Stopps einlegen und uns mit frischen Getränken eindecken. Denn es gab wieder Temperaturen bis 40°C. Daher waren alle froh, als wir wieder in Torbole ankamen.

Nachdem wir die Vorräte vom Vortag verputzt hatten, ging es schön langsam wieder in Richtung Heimat. In Christian V.´s Touran passten 3 Leute, 4 Räder, 5 Laufradtaschen sowie Gepäck. Die anderen 5 Leute, Joy Westermeier (Hund), 2 Räder und der Rest vom Gepäck fanden im Elektroauto von Karl Platz. Nach einer kurzen Pinkel-, Kaffee- und Ladepause am Brenner kamen wir um 22.00 Uhr ohne Stau und Verkehr in Brannenburg an. Das tolle Radlwochenende am Gardasee wurde dann bei einem Abschlussbier beendet.

Fazit: Es war heiß. Es war schee. Es war super.