Trainingswoche in Cesenatico zur Vorbereitung auf den Nove Colli

Dolce vita und viel Radeln in der Emilia Romagna

Sonntag, 14.05.2017

Am Sonntag machten sich Christian V., Christian F. mit Vater Kurt, Gassner S., Stephan D. und Thomas M. auf die 600 km lange Fahrt nach Cesenatico. Nach 6 Stunden bei wenig Verkehr kamen wir in unserer Unterkunft im Hotel Riz an. Nach einer kleinen Stärkung am Nudelbuffett ging es für die Gruppe auf die erste gemeinsame Ausfahrt, die uns flach über 67 km führte.

Beim hervorragenden Abendessen gab es noch ein großes Hallo, da Kunz Peter von IKO corratec mit seiner Familie im gleichen Hotel abgestiegen ist.

Montag, 15.05.2017

Pünktlich um 10:00 Uhr starteten wir mit Peter und Martin auf die heutige Ausfahrt. Geplant war eine Tour über den Monte Tiffi, Perticara und Pugliano. Leider traf die Wettervorhersage zu, die vereinzelte Regenschauer ankündigte. So mussten wir vor dem Monte Tiffi wieder links Richtung Meer abbiegen und vor den  Wassertropfen flüchten (wobei wir nie richtig nass geworden sind). Dabei kam ein buntes Schnittmuster auf der Landkarte zusammen (siehe hier). Das Wetter wurde dann immer besser (und so soll es auch die ganze Woche bleiben). So ging es noch ein paar Mal, wobei nach 4:45 h  insgesamt 127 km und knapp 1300 Hm auf dem Tacho standen. Christian V. zeichnete sich am heutigen Tag durch dauerhaftes Windschatten-Lutschen aus,  sodass er dann den Monteleone wie ein Pfeil hinauf schießen konnte (während dem anderen Christian die Zunge bis in die Speichen hing). Aber morgen wird Herr Vollmann in den Wind geschickt (grins).

Dienstag, 16.06.2017

Gesagt, getan. Christian V. wurde als Anfahrer auserkoren und man mag es kaum glauben: Er hat diese Aufgabe mit Bravour gelöst. Vom Hotel Riz bis zum Anstieg des Monte Tiffi hat er uns perfekt herangeführt. Gleichmäßiges Tempo, klare Ansagen etc. Damit hat er sich für zukünftige Führungsaufgaben empfohlen.

Jetzt aber zur Tour: Vom Monte Tiffi ging es über den Perticara zum dritten Anstieg des Tages, dem Pugliano. Nach der rasanten Abfahrt an San Leo vorbei übernahm Thomas die Führungsarbeit und brachte uns nach 117 km und 1660 Hm zurück zum Ausgangspunkt. Diesmal ging es nicht zum Nudelbuffet ins Hotel, sondern zum Bagno Tahiti, das seit diesem Jahr zum  Hotel Riz gehört. Dort gab es Pizza-Schnitten und einige isotonische Getränke.

Nach einem wieder einmal hervorragenden Abendessen bereiten wir uns nun auf den morgigen Tag vor, an dem der kleine Nove Colli aufProgramm steht.

Mittwoch 17.05.2017

Heute wurde ernst gemacht, der " kleine" Noce Colli stand auf dem Programm. 130 km und rund 2100 Hm standen zum Schluß auf dem Tacho und das bei hochsommerlichen Temperaturen von 33°C.

Aber der Reihe nach, die Christians und Sepp haben die Anfahrt zur Polenta unteinander aufgeteilt und wir durften den Windschatten genießen. Die neu geteerten Stücke haben die Abfahrt von der Polenta leichter gemacht. In Meldola angekommen und nach dem Füllen aller leeren Flaschen gings nach Pieve di Rivoschio. 

Die Auffahrt zum Ciola war ein Genuß und wir waren froh um den Schatten, der uns bei der Auffahrt gespendet wurde. Auf der Abfahrt vom Ciola zahlte sich die besonnene Fahrweise aus. An der ungünstigsten Stelle kam uns ein Bus entgegen. Aber alles ging gut.

In Mercato wurden noch mal die Flaschen gefüllt, so dass wir die letzten 18% steilen Stücke des Barbotto nicht im trockenen fahren mussten. Oben angekommen gabs die traditionelle Einkehr im Cafe Barbotto mit Kuchen und Cola.

Jetzt stand nur noch die Abfahrt nach Savignano auf dem Programm, die aber durch die vielen Gegenanstiege kein Genußabfahrt ist und noch die letzten Körner gefordert hat. Als Belohnung gab es im Bagno Tahiti Bier und Pizza  und die Runde war geschafft.

Donnerstag, 18.05.2017

Ruhetag.

Nach vier Tagen auf dem Rad ließen wir es heute ganz entspannt angehen. Erstmal gab es ein ausgiebiges Frühstück, dann ging es bei schönstem Wetter an den Strand. Dort konnten wir den neuen Service des Hotel Riz nutzen und "relaxten" auf den kostenlosen Liegen und Sonnenschirmen direkt am Meer. Blättern in diversen Radlzeitschriften, im "bacherl-warmen" Meer Krebse beobachten und anschließend ein bisserl was Essen und Trinken. 

Großes Hallo gab es, als der "Rest" der Truppe mit Sepp B., Johann J. und Kurt D. in Cesenatico ankamen. Die 3 machten noch eine kurze Nudelpause, bevor sie sich auf das Rad schwangen und eine flotte 100 km EInrollrunde absolvierten.

Für Christian, Christian, Stephan, Thomas und Sepp. G. ging es dann am Nachmittag auf eine ganz lockere Runde mit 40 km, die komplett auf dem kleinen Ritzel abgespult wurde. Anschließend fuhren wir noch zur Messe, wo wir uns mit Gels sowie Nove Colli-Käppi ausstatteten. 

So kann man auch einen Tag wunderschönen Tag verbringen.

Freitag, 19.05.2017

Erstmals ging es heute mit der ganzen Truppe, die 8 Mann umfasste, auf Tour. Bei strengem Gegenwind und einer abwechselnden Führungsarbeit machten wir uns auf den Weg zu den letzten beiden Colli, die wir diese Woche noch nicht absolviert hatten. Der Monte Seppi ist dabei aller Liebling. MIt gleichmäßiger und nicht zu starker Steigung kann man diesen Hügel wunderbar hochrollen (zumindest, wenn man nicht schon 7 Berge zuvor in den Beinen hat). Danach ging es weiter zum Gorolo, der einfach nicht schön zu fahren ist. Permanente Steigungsänderung, die sich bis zu 17 % auftun, teilweise direkt in der Sonne liegend (heute hatte es 32 °C), das macht nicht so viel Spaß. Den hatten wir erst wieder, als es über Borghi die wilde Hatz berab zum Ausgangspunkt in Cesenatico ging. Bei vernünftigem Tempo (das Rennen steht vor der Tür) kamen so 92 km und knapp 1100 Hm zusammen. Anschließend saßen wir gemütlich bei Nudeln und einem Gläschen Bier zusammen, bevor jeder auf seine Weise relaxte (Strand liegen, Buch lesen, Giro anschauen ....)

Samstag, 20.05.2017

Die Ruhe vor dem Sturm.

Naja, ganz so schlimm  ist es dann auch wieder nicht. Damit der Vorbereitungstag vor dem Rennen am morgigen Sonntag leichter fällt, hat das Wetter eine Verschnaufpause eingelegt und uns starke Bewölkung und auch immer wieder Regen vorbeigeschickt. Christian und Kurt F. haben sich nicht abschrecken lassen und eine lockere Vater-Sohn-Runde absolviert, wobei wir in Cesena sauber in den Regen gekommen sind und den schlimmsten Schauer bei einem Cappuccino abgewartet haben. Aber lockere 37 km waren es dann auch. Besser erging es da Sepp B. und Hans, die eine 120 km und 2000 Hm lange Runde über San Leo und Barbotto radelten und das Ganze bis auf ein paar Tropfen komplett im Trockenen. Der Rest hat die Räder hergerichtet, Startnummern und den Zeitnahme-Chip angebracht und den Tag gemütlich verbracht. Denn -  morgen zählt es. 

Sonntag, 21.05.2017

4:30 Uhr aufstehen. Und das freiwillig. Schön doof. Danach zum Frühstücken, obwohl man eigentlich noch gar keinen Hunger hat (außer Stephan, der anscheinend immer essen kann). Dann bei vereinzelten Tropfen in die jeweilige Startgruppe rollen und warten, bis um 6:00 Uhr der offizielle Startschuss ertönt und man um kurz nach halb sieben selbst auf die Strecke darf. Obwohl man mit 12.000 Startern unterwegs ist, ist man dann doch alleine (bis auf Christian und Christian, die ab dem Barbotto gemeinsam die Runde absolvierten). Sepp G., Thomas, Stephan, Kurt D. und die beiden v. g. Christians gingen alle auf die lange Runde mit 205 km und 3900 Hm, die sich auf die 9 Hügel (nove colli) aufteilten. Insgesamt sind dabei ca. 90 km bergauf zu radeln. Ds Wetter hat gut gehalten (wobei es ruhig ein wenig wärmer hätte sein dürfen - aber das ist jetzt Jammern auf höchstem Niveau). Und das Beste: Allen ging es gut. Und das Allerbeste: Alle kamen wieder gesund und munter vom Rennen zurück. Im Ziel schmeckte dann nach viel zu vielen pappigen und süßen Energieriegeln das Bier und die Nudeln umso besser. Insgesamt war somit die Teilnahme des Quest Radverein e.V. am Nove Colli ein voller Erfolg und ein echter Höhepunkt der Saison 2017.

Während wir auf der langen Strecke des Nove Colli unterwegs waren, starteten Sepp B. und Hans J. um 9:30 Uhr "außer Konkurrenz" auf die kleine Strecke (die mit 130 km und knapp 2000 Hm immer noch anspruchsvoll genug ist) und durften dabei in den Verpflegungszonen die tausenden leeren Verpackungen der Riegel und Gels "bewundern". 

Kurt F. ging alleine auf eine 40 km Runde, da aufgrund des Rennens am Sonntag kein Tourenguide seitens des Hotels zur Verfügung stand. Mit seinen 78 Jahren hat er aber in der gesamten Woche stattliche 470 km zusammengebracht. Er nutze daher die von uns ausgeschriebene Möglichkeit aus, gesunden Radsport und dolce vita in Italia während der Woche mit dem Quest Radverein e.V. in Cesenatico zu genießen.

Kurt D., Sepp B. und Hans J. mussten am Sonntag abend wieder Richtung Heimat reisen (die Arbeit hat gerufen!). Für den Rest der Truppe ging es am Montag nach Hause.

Zusammenfassendes Fazit:

Super wars.