"Ballons fahren" in den Vogesen

5 Tage schöne gemeinsame Radfahrten

Kurt D. plante dieses Jahr ein besonderes Vereinsevent: "Ballons fahren" auf den Spuren der Tour de France im Elsass. Er handelte hierzu im kleinen, aber feinen Hotel "L'Arbre Vert" (Zum Grünen Baum - gleicher Name wie unser "Vereinshotel" in Brixen) in Wintzfelden hervorragende Bedingungen (die gleichen wie Quäldich.de bekommt) aus. Die Ortschaft Wintzfelden liegt in der Präfektur Colmar im Herzen des Elsass, am Fuße der Berge und ca. 25 km von Colmar entfernt. 

Leider musste die Veranstaltung Corona-bedingt verschoben werden. Dementsprechend stellte sich natürlich die Frage, ob denn die Durchführung der Reise an dem neuen Termin (09.-13.09.2020) überhaupt möglich ist. 10 Vereinsmitglieder entschieden sich, das Wagnis einer Buchung einzugehen und es sollte sich herausstellen, dass sie nichts falsch gemacht haben.

Thomas und Miro packten ihre Lenker- und Satteltaschen bereits 5 Tage vor dem Event an die Rennräder und radelten auf ebenso vielen Etappen über den Bodensee Richtung Frankreich nach Wintzfelden. Dort trafen sie am 09.09. auf die beiden Christians (F. und V.), Rudi (dessen Nachname in "Rucksack" geändert wurde, aber dazu später mehr), Claudia und Rüdiger, Susanne und Gunter sowie Max. 

Nach dem Einchecken im Hotel (unter Beachtung der auch in Deutschland üblichen Corona-Randbedingungen) ging's am ersten Tag auf eine erste kurze Erkundungstour Richtung Colmar. Leider führte uns der vom Garmin vorgeschlagene Roundtrip auf Hauptstraßen Richtung Colmar und danach kilometerlang an der Autobahn entlang. Aber nach der langen Anreise über Stuttgart - Karlsruhe - Freiburg war etwas Bewegung das oberste Ziel. Die weiteren Touren wurde alle auf Kommot geplant, da hat dann alles gepasst!

Da wir mit Halbpension gebucht hatten, gab's am Abend das erste 3-Gänge-Menü. Lecker war's. Und die passenden Weine aus dem Alsace suchte uns Max aus. Auch die waren nicht zu verachten. So wurden wir auch die nächsten Abende kulinarisch verwöhnt (und nach der Tour gab's auf den Loungemöbel im Freien immer das eine oder andere Siegerbier der Marke "Meteor").

Die folgenden Tage konnten wir längere und kürzere Touren in die für das Elsass typischen Ballons und Col's machen. Die exakten Touren könnt ihr Euch hier ansehen: MittwochDonnerstag FreitagSamstag. Charakteristisch dafür sind die zwischen 7 km und 25 km langen Anstiege mit normalerweise moderaten Steigungen (4 % bis 8 %) und den danach ebenso langen Abfahrten. Manchmal waren sie aber auch steiler. Aber nur manchmal. Der Verkehr war gering bis gar nicht vorhanden und die Straßen waren meistens gut zu befahren. Der in Frankreich typische, rauhe Asphalt rüttelte aber schon arg am Lenker.

Zwei Punkte sind uns aber deutlich aufgefallen:

  • EInkehrmöglichkeiten für eine Pause gab es fast gar nicht. Dementsprechend verpflegten wir uns üblicherweise auf Supermarktplätzen mit Wasser, Bananen etc. Sehr gemütlich. Ging aber auch.
  • Des Weiteren war in der Rheinebene meist strahlender Sonnenschein, in den Bergen war es aber fast immer bewölkt. Am ersten Tag hatten die meisten keine Windjacke und kein Kopftuch dabei und mussten so nassgeschwitzt auf den langen Abfahrten sogar ein bisserl frieren). Hier kam aber Rudi Rucksack ins Spiel. Selbstlos packte er unsere Klamotten (und einmal sogar eine 1,5 l Wasserflasche) in seinen Rucksack und kurbelte scheinbar ohme Anstrengung alles die Berge hoch. Oben angekommen gab's die Materialausgabe. Unten angekommen, das gleiche Spiel rückwärts. Alles wieder rein in den Rucksack und Rudi gab wieder Gas. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an dafür an Rudi!

Einen weiteren für alle Teilnehmer positiven Aspekt wollen wir hier auch noch mal ganz klar an alle Vereinsmitglieder weitergeben:

Die bei unserer Gruppengröße von 10 MItfahrern natürlich vorhandenen unterschiedlichen Trainingszustände kompensierten wir dadurch, dass z. B. bei unserer Königsetappe (145 km und 3.000 Hm) einige Vereinsmitglieder 30 min vor dem "Peloton" auf die Strecke gingen und so keinen Stress bei der am Anfang der Tour zu fahrenden 25 km langen Auffahrt zum "Grande Ballon" mit einer Ziellinie auf über 1.300 m hatten. Des Weiteren wurden die Touren so geplant, dass Abkürzungen möglich waren, die auch einmal genutzt wurden. Damit konnte sich die entsprechende Gruppe 3 Anstiege und etliche Hm sparen. Wir wollen damit nur sagen, dass auch diese Möglichkeiten bestehen und damit entsprechenden Veranstaltungen für "ALLE" Vereinsmitglieder  möglich sind. 

Zusammenfassend hatten wir einen wunderbaren Aufenthalt in "Fronkreisch". Radeln, Essen, Trinken, Geselligkeit (unter Einhaltung von Corona-Regeln). Kurz: Alles hat gepasst und schee war's.

Am Ende noch einen Dank an Kurt, der den Event geplant, aber aufgrund privater Termine leider nicht dabei sein konnte.