GRAN CANARIA (Sa. 30.11.2019 bis Sa. 07.12.2019)

QUEST-Saisonabschluß im Nov/Dez 2019

Saisonabschluß einmal anders - anstatt Südtirol im Oktober, planen wir heuer unser Saisonende auf der Sonneninsel Gran Canaria - ein Paradies für Rennradler, wo man Anfang Dez kurz-kurz fährt :-)

Termin: Sa, 30.11. bis Sa 07.12.2019

Wo:  Gran Canaria  Maspalomas-Meloneras

Hotel:  LOPESAN COSTA MELONERAS Resort

Das Hotel ist ganz in der Nähe des Faro (Leuchtturm) mit vielen Cafes herum an der Uferpromenade. Gleich gegenüber dem Hotel hat der größte Radverleiher auf den Kanaren Free Motion eine Niederlassung, wo wir unsere Räder ausleihen. Räder (CANNONDALE) können problemlos online reserviert werden. 

mögliche Touren (hinterlegt mit tracks von GPSIES):

1)   Maspalomas - Ayagaures (Paso Pedro Gonzales) - ca 30 km 450 Hm

2)  Maspalomas - Vecindario - Santa Lucia - San Bartholomé - Maspalomas - (75 km 1.200 Hm)

3)  Maspalomas - Arguineguin - Soria - Ayacata - San Bartholomé - Fataga - Maspalomas (86 km 1.700 Hm)

4)  Maspalomas - Vecindario - Aguimes - Barranco de Guayadeque ( 70 km 1.300 Hm)

5)  Maspalomas - Puerto Mogan - Mogan - Cruz de San Antonio - Ayacata - San Bartholomé - Maspalomas (100 km 1.950 Hm)

6)  Maspalomas - Ingenio - La Pasadilla - Cazadores - Pico de las Nieves - San Bartholomé - Maspalomas (100 km 2.200 Hm)

7)  Maspalomas  - Ayacata - Tejeda - Artenara - La Culata - Ayacata - Fataga - Maspalomas (130 km 2.900 Hm)

TOURENBERICHTE:

Heuer war unser Saisonabschluß mal anders - im Dezember noch Radfahren auf Gran Canaria. Aber auch Wandern, lange Strandspaziergänge, Motorrad-/Rollerfahren - alles war dabei. Schöne Abendessen und lustiges Beisammensein an zwei großen Tischen, auch der Rotwein kam nicht zu kurz - gehört in Spanien dazu :-)

Sa, 30.11.2019

Nach (sehr) frühem Aufstehen zuhause - Charterflug macht's möglich - kamen wir gegen 14 Uhr im Hotel auf G.C. an. Zimmer beziehen, auf einer der Hotelterrassen Mittag essen, dann unsere Leihräder von Free Motion gleich gegenüber dem Hotel abgeholt.  Zum Einrollen und Räder ausprobieren ging es spätnachmittags auf eine kleine Bergrunde "Pedro Gonzales" - aus Meloneras raus nach El Tablero, hoch nach Mirador de Ayagaures und in einer Schleife wieder zurück nach Meloneras. 30 km und 500 Hm.

So, 01.12.2019

Nach einem ausgiebigem Frühstück war Tourstart (wie die meisten Tage) um 10 Uhr. Von Meloneras rüber nach Maspalomas und rein in die Berge. Auf G.C. gibt es nur 2 Möglichkeiten 1. an der Küste bleiben (mit heftigem Passatwind entweder von vorne oder hinten) 2. steil in die Berge. Also rauf über Mirador de Fataga, Fataga, San Bartholomé, rüber in den schönen Ort Santa Lucia. Dort gibt es ein kleines unscheinbares Café, aber mit spitzenmäßigen Kuchen und Backwaren ! Über einen weiteren Höhenzug mit ganz wenig (Touristenfahrer-)Aufhaltautos ging es über Temisas nach Aguimes. Runter an die Küstenstrasse und mit lockeren 55 km/h zurück nach Maspalomas - dem Passatrückenwind sei dank (muß man sich wie starken Erler Wind vorstellen). Insgesamt 85 km und 1.600 Hm

Mo, 02.12.2019

Einige machten heute Pause oder unternahmen Ausflüge mit dem Partner. Der harte Kern, der immer Rad fährt, unternahm eine Tour in Ri Westen. An der welligen Küstenstrasse entlang bis Arguineguin, dann durch das anfangs leicht ansteigende Barranco de Argineguin hoch bis Las Filipinas. Dort ging es dann wieder zur Sache - auf herrlichen (EU-subventionierten) Strassen den Stichpass hoch bis kurz vor Soria (Sackgasse). Doch es gibt ein "Hintertürchen" hinaus. In Baranquilllo Andres geht links ein Sträßchen hoch - eher was für Gravelbikes und immer 14%-17% steil auf mehreren Kilometern. Aber irgendwann sind wir auch droben. Kurz steil hinab zur Kreuzung der Strasse GC-605, die von Mogan heraufkommt. Kurz darauf sind wir am ersten Pass für heute, am Stausee Presa de las Cuevas de las Ninas. Hier oben gibt es herrliche Pinienwälder, durch die der Wind rauscht. Auf welliger Strasse geht es tendentiell 100 Hm bergab, bis dann der längere Anstieg hinauf nach Ayacta folgt. Der zentrale kleine Ort besteht aus ein paar Cafés, wo auch wir einkehren. Ayacata ist der Dreh-und Angelpunkt aller Touren in die Cumbra, dem zentralen Bergmassiv auf G.C.  Wetter in den Bergen ist heuer eher kühl, Windweste, Buff, und Ärmlinge sind eine gute Wahl. Letztes Jahr hatte Kurt eine Traumwoche mit Temperaturen von bis zu 27° Grad - fällt heuer eher kühler aus. Nach der Brotzeit eine schnelle Abfahrt hinunter über San Bartholome, und wieder kurz steil hoch, ehe dann die rauschhafte Abfahrt nach Fataga erfolgt. Bester Teer, alle Kurven meist sehr gut einsehbar - Radfahrerherz was willst du mehr. Das einzige "lästige" ist der steile Zwischenanstieg hoch zum Mirador de Fataga, nach ellenlanger Abfahrt noch gemeine 200 Hm wieder steil hinauf, bevor es dann endgültig zum Faro in Maspalomas geht.  90 km und 1.900 Hm.

Die, 03.12.2019

Bergtour mit "Schifferl-Fahren":  Vom Hotel aus fuhr heute die gesamte QUEST-Radlgruppe wieder gen Westen die Küstenstrasse wellig bis nach Puerto Rico. Dort nahmen wir die Fähre bis nach Puerto Mogan. Dies ist notwendig, da die Küstenstrasse auf Höhe Taurito durch einen Erdrutsch immer noch komplett gesperrt ist. Von Puerto Mogan ging es dann auf einer Strasse mit mehr Verkehr hinauf nach Mogan. Grund ist die hier zu Ende gehende Autobahn. Aber nach einigen Kilometern bogen wir wieder auf eine kleine, aber feine Nebenstrasse ab. Auf bestem Teer ging es in vielen vielen Serpentinen hinauf zum Tauro-Pass. Am Stausee wartete wieder der fliegende Händler mit seinem guten Obst - ein willkommener Pausenhalt. Auch wenn man nichts kauft - JEDER, der vorbeikommt, bekommt portionierte Mandarinen und Orangenstücke angeboten - ein netter Service. Die Auffahrt wieder hinauf nach Ayacata - leichter Nieselregen wieder bei der Runterfahrt. Ab San Bartholomé war wieder kurz-kurz angesagt und im Konvoi rauschten wir hinab ans Meer. 100 km und 2.000 Hm.

Mi, 04.12.2019

Heute stöpselten wir uns eine Tour aus verschiedenen Einzelteilen zusammen. Heute ging es erst von Meloneras nach Osten an der Küste entlang über San Augustin und Juan Grande nach El Doctoral. Normalerweise erwartet einen böigster Passat-Gegenwind. Da aber das Wetter leicht umschlug, hatten wir die ersten 20-25 km Windstille - sehr angenehm ! Erst kurz vor unserem Abzweiger in die Berge rein, blies uns doch der Passatwind entgegen - kann man sich denken, warum um einen herum Dutzende Windkraftanlagen stehen. Über Sardina ging es an der Auffahrt Ri Santa Lucia hinauf. Beim ersten größeren Abzweiger ging es an einer roten Gesteinsflanke entlang hinüber nach Aguimes. Ursprünglich wollten wir alle zusammen in die Schlucht Barranco de Guayadeque. Aber es bot sich "kurzfristig" auch von Ingenio aus die extrem steile Ostauffahrt zum Pico de las Nieves an. Da das Wetter am Do und Frei eher unbeständig in den Bergen angesagt war, machte Kurt auch diesen Alternativvorschlag. Beide Touren wurden angegangen. Die Gruppe teilte sich genau zur Hälfte auf - die einen fuhren in die steile Schlucht hinter zu den Höhlenwohnungen von Guayadeque und dann wieder über die Küstenstrasse zurück nach Maspalomas. 90 km und 1.800 Hm.

Die andere Gruppe fuhr hinüber nach Ingenio - schon die Strasse in der Ortschaft geht gnadenlos steil hinauf bis zum oberen Ortsende. Dann kommen ca. 8 km mit 8%-10% zum "Einfahren" bis hinauf nach La Pasadilla. In dem kleinen Dorf steht an der Kreuzung ein Schild "Hell starts here (die Hölle startet hier) - 21%". Die nächsten 5 Kilometer gehören zum Härtesten, was man so als Rennradfahrer fahren kann und vor allem will. Permanent kommen Rampen bis zu 23% steil, nie weniger als 14%. Wenn man in Cazadores ankommt, hat die schlimmste Quälerei ein Ende. Trotzdem warten weitere 700 Hm auf einen, weiter mit Rampen bis zu 17%. Hatten wir in La Pasadilla Nebelfetzen und leichten Nieselregen, wurde es weiter oben wieder sonniger - aber kalt. Da eigentlich die Strasse ab Cazadores wegen Teerarbeiten gesperrt war, wir uns aber an der Strassensperre vorbeimogelten und den Bauarbeiter ignorierten, hatte wir keinerlei Autoverkehr. Oben am Pico ein kurzes Foto - der Teijde lugte von Teneriffa über den Nebelfetzen herüber - und schon ging es bibbernd hinunter - wir hatten nur noch 5° Celsius ! Ausserdem war es schon später Nachmittag und wir hatten noch ein paar Meilen. Am Roque Nublo vorbei, dem Wahrzeichen von G.C., steil runter nach Ayacata. Über San Bartholomé rüber nach Santa Lucia. In unserer Lieblingsbäckerei machten wir Halt, denn die Kohlenhydratespeicher von uns allen waren leer. Aber alles im Akkord. Dann weiter wellig auf und ab, bis wir die Abfahrt nach Cruce di Sardina hinabholzten. Jetzt noch im D-Zug-Tempo bei fortgeschrittener Dämmerung an der Küste entlang zurück nach Meloneras. Um 18.10 Uhr kamen wir nach 140 km und 2.800 Hm im Hotel an. Normalerweise startet man so eine große Tour mindestens ab 9 Uhr, hat aber gerade noch so geklappt.

Do, 05.12.2019

Heute war lockeres Ausrollen angesagt - oder gar kein Radfahren. Eine kleine Gruppe fuhr nur an der Küstenstrasse entlang nach Arguineguin und dann den leichten Anstieg hinter bis Las Filipinas. Wieder zurück gab es eine längere Kaffeepause am Hafen von Arguineguin und dann wieder zurück nach Meloneras. 50 km und 550 Hm. Am Nachmittag war dann Rasten angesagt, einige machten kilometerlangen Strandspaziergang bis rüber zur Play des Ingles und zurück. Eine andere Gruppe machte einen Boots-Busausflug rüber nach Puerto Mogan, andere machten eine Motorradtour - wie gesagt, für jeden was dabei. Vom Strand aus und in der Sonne sah man in den Bergen schwarze Wolken und viele Regenbögen. Gegen 22 Uhr fing es hier zu regnen an - ein Phänomen, dass der Organisator der Reise in 22 Jahren noch nie erlebt hatte - es gibt immer ein erstes Mal.

Frei, 06.12.2019

Nikolausrunde zum Abschluß - und nochmals volles Programm. Wir sind von Meloneras bei extremen Wind mit 17 km/h auf der Gerade nach Cruce de Sardina rüber. Dann die tolle Auffahrt rauf nach Santa Lucia zur tollen Bäckerei. Aber es war kalt. Bei der Auffahrt rüber nach Aguimes kamen dann tatsächlich noch Regenschauer auf. Schnell hinunter zur Küste und mit kräftigem Schub und bis zu 62 km/h auf der Geraden (!!!) heim. Tour hatte 90 km und 1.300 Hm.

Sa, 07.12.2019

leider ist jede schöne Reise mal wieder zu Ende. Nochmals gemeinsam Frühstücken, dann wieder Busfahrt zum Flughafen. Und warten auf den Heimflug. Warme Klamotten bei der Hand, die kurze Hose hat für heuer ausgedient. Insgesamt sind die, die immer gefahren sind, ca. 600 Kilometer mit knapp 11.000 Hm gefahren.

    

 

 

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