Radrennen am nördlichen Polarkreis – kurz/kurz

Viking Tour 21. – 27. Juli 2018

Anfang Januar kam Karin mit dem Vorschlag auf mich zu, im Juli 2018 an der Viking Tour auf den Lofoten teilzunehmen. Ich wusste weder was Viking Tour genau bedeutet, noch wo sich die Lofoten geografisch eigentlich befinden. Kurz überlegt und gleich beschlossen: Dieses Abenteuer wollten wir eingehen und uns in unbekannte Gefilde aufmachen.

Die Lofoten sind eine Inselgruppe im nördlichen Polarkreis, liegen vor der Küste Norwegens und der Golfstrom sorgt in den kurzen Sommermonaten für Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad. Ca. 24.000 Einwohner leben auf den zahlreichen Inseln der Gruppe. Fischfang und langsam steigender Tourismus sind die Haupteinnahmequellen.

Soweit so gut.

Wir entschieden uns, erst einmal die Anreise in Angriff zu nehmen und danach die Tour zu buchen. Es gelang mir tatsächlich die Flüge einschließlich der umständlichen Reservierung der Fahrräder zu buchen. Es bedurfte diverser Telefonate mit den unterschiedlichen Fluglinien, denn die eine weiß nicht, wie die Bestimmungen der anderen Linie sind und wie man sich in deren System einbucht ... Aussage war jedenfalls, dass man einen Radkoffer braucht. Meinen bekam ich lieberweise vom Vereinskollegen Christian V. – hiermit nochmals ein großes Dankeschön an ihn.

Die Viking Tour

Geir Ellingsen veranstaltet seit ca. 15 Jahren ein Mehretappen-Radrennen durch wechselnde Regionen Norwegens. Heuer suchte er sich als Ort seine Heimat aus: Die Lofoten.

Sein Team (Motorrad-Marshalls, Besenwagen, Racecar-Fahrer, Brotzeit-Team, Gepäcktransporter, Mechaniker, Fotograf) sorgte unterwegs dafür, dass für die ca. 280 Renn- und Touring-Radler alles möglichst gut funktionierte. Aber wie das bei Veranstaltungen so ist, man bereitet vor und denkt, dass man an alles gedacht hat – und vor Ort treten dann doch irgendwelche Probleme auf, die man noch lösen muss. So hatte das Team täglich alle Hände voll zu tun und wurde bestimmt des Öfteren schräg von der Seite angeredet, weil irgendwas nicht gepasst hat. Ich für meinen Teil kann mich über die Organisation nicht beklagen. Das Briefing und das Roadbook stimmten vielleicht nicht immer überein, aber was soll‘s. Ich fand die Tour großartig.

Wetter

Radfahren am nördlichen Polarkreis mit kurzer Radhose und kurzärmligem Trikot (kurz/kurz) – diese Worte muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Zweimal trug ich Überschuhe und einmal Weste und Armlinge. Die Knielinge, Langarmtrikots usw. hatte ich umsonst dabei.

Die Temperaturen lagen anfangs so bei 14 Grad, im Verlauf der Woche wurde es jedoch immer schöner, bis das Thermometer am Freitag 22 Grad anzeigte. Die dritte Etappe startete mit Regen, der nach einiger Zeit nachließ und sich in heftigen Gegenwind wandelte. Ansonsten sind wir trocken geblieben.

Das Rennen

Ca. 660 km Rennen in 6 Etappen + ein optionales Mitternachtsrennen von ca. 30 km. Insgesamt waren etwa 850 km zu fahren. An manchen Tagen wurde neutralisiert gestartet, oder eine individuelle Fahrt zum Start bzw. Übernachtungsort war nötig. So kamen die Gesamtkilometer schnell zusammen.

Wertung gab es für Einzelfahrer, die Altersklassenwertungen wurden unterschieden in Männer und Frauen, Teamwertung für Viererteams und eine Wertung für Zweierteams (Männer, Frauen und Mixed-Teams in einer Wertung) gab es ebenfalls. Karin und ich wollten in unserer Altersklasse nicht gegeneinander fahren und entschieden uns für das Zweierteam (schließlich sind wir schon ein erprobtes Tour-Transalp-Team), auch wenn wir uns gegen die starken Männer- und Mixed-Teams nicht die größten Chancen ausrechneten.

Valhalla

Der Himmel der Wikinger – ein Ort für Helden. So wurde das Camp genannt, in dem wir unser Nachtlager gemeinsam mit etwa 100 anderen Teilnehmern aufschlugen. Die restlichen Vikinger zogen Hotelzimmer oder Fischerhütten vor. Meistens handelte es sich bei Valhalla um Turnhallen. Eine Nacht verbrachten wir in einer Indoor-Fußballhalle auf Kunstrasen, dessen unangenehme Kunststoffausdünstungen mich am Morgen aus winzigen Augen schauen ließ. Eisigkalt war es obendrein in der Halle. Der Veranstalter hatte in der Packliste darauf hingewiesen, dass ein einfacher Jugendherbergsschlafsack genüge – weit gefehlt. Die Campteilnehmer froren bitterlich und manch einer holte sich in dieser Nacht eine saftige Erkältung. Wir hatten vorgesorgt: Schlafsack war zwar dünn, aber in der ersten Halle lagen zwei dicke Wolldecken, die wir uns ausgeborgt hatten und zusammen mit der vom Veranstalter gestellten Luftmatratze mit unserem Gepäck von Ort zu Ort schickten. Die über Nacht nicht getrockneten Radklamotten dieser Regenetappe mussten einfach nass eingepackt werden. Die kluge Frau führt bei so einer Veranstaltung ausreichend Plastiktüten mit sich.

Geschlafen haben wir meistens gut. Nur bei sehr frühem Start war das Gekruschtel der Leute in ihren Taschen in der Halle schon sehr früh zu hören und an etwas länger schlafen war dabei nicht mehr zu denken.

Um all die elektronischen Geräte, die man so mit sich führt (Beleuchtung fürs Rad, Pulsuhr, Handy, Fotoapparat) gab es meistens ausreichend Mehrfachstecker, die die guten Geister des Gepäckdienstes in die Valhalla legten.

Lachs, Wal und Käsebrot

Helden, vor allem Rad fahrende Helden sind stets hungrig. Die Versorgung während des Rennens wäre eigentlich sehr gut gewesen (Käse- und Salamibrote, Schokolade, Bananen, Orangen, Gummibärchen, Wasser, Isodrink, Gürkchen ....), wenn wir uns nicht immer hätten ranhalten müssen, um an einer Gruppe dranzubleiben – da war nicht wirklich Zeit für ein Päuschen mit ausgiebiger Brotzeit. Aber egal. Vier Stunden Radeln geht auch mal ohne Essen und auch mit ganz wenig zu Trinken. Warum das so war – kommt später.

Zum Frühstück lief es unterschiedlich, aber in den meisten Fällen war das ganz ordentlich organisiert. Des Öfteren lag auch geräucherter Lachs auf dem Büffet, leckeres Gebäck, Müsli, Käse, Obst – also alles was das Radlerherz begehrt. Der Kaffee schmeckte Karin nicht immer, was mich als Teetrinker wiederum nicht so störte.

Das Abendessen gestaltete sich etwas schwieriger. Die örtliche Gastronomie hatte dem Veranstalter einfach nicht geglaubt, dass auf einmal so viele hungrige Radfahrer etwas zu essen haben wollen. In manchem Lokal hieß es dann: „Oh sorry, we are sold out. Es gibt leider nichts mehr.” Also weitersuchen, bis man ein Lokal fand. Norwegen ist ziemlich teuer, sodass es zum Essen allerhöchstens ein Bier gab. 9,50 Euro für 0,4 l. Einmal hatte die Speisekarte nur Pizza mit Wal zu bieten. Also probierten wir das – kann man essen. Ein zweites Mal wollten wir jedoch keinen Wal. Der Geschmack erinnert an zarte Leber bzw. sehr zartes Rindfleisch. Die Vorstellung vom Walfang war uns dann aber doch zu grausig.

Mit unseren neu gewonnenen Freunden Andreas, Stephan, Stefan und Burkhard kauften wir uns im Supermarkt am Abend immer eine Familienpackung Schleckerleis, die genauso viel kostete wie ein einzelnes Cornetto. Man lernt ja auf Reisen immer etwas dazu.

Auch dass man ziemlich bald nach dem Rennen ein sehr frühes Abendessen bzw. eher ein Nachmittagsessen zu sich nehmen sollte, steigerte die Chancen etwas Leckeres zu bezahlbaren Preisen zu finden, enorm, bereicherte unseren Erfahrungsschatz.

Atemberaubende Landschaft

Die Ausblicke auf den Lofoten sind sensationell. Schemenhafte Berge am Horizont in verschiedenen Schattierungen von Hellblau. Kleine Straßen, manchmal auch etwas größere, schlängeln sich an den Fjorden entlang. Man fährt vorbei an kleinen Seen mit tiefblauem Wasser, in denen sich die zackigen Berge spiegeln. Man hat den Eindruck, als sei man im Hochgebirge, dann sieht man wieder direkt neben sich das Meer und wie die Wellen sich an den Felsen brechen. Die Luft ist so klar und alles scheint zu leuchten. Besonders wenn die Sonne scheint. Weite Ebenen, die wie Hochebenen wirken, jedoch nur ca. 30 m über dem Meeresspiegel liegen. Eine dieser Ebene verleitete Karin zu dem Ausruf: „Wir sind ganz allein.” – Tatsächlich mussten wir bei dieser Etappe 40 km vollkommen allein gegen den Wind fahren und fühlten uns an dieser Stelle doch etwas einsam.

Kleine rote Fischerhäuser klammern sich auf Stelzen an die Felsen. Türkisblaues Wasser in den Buchten vermittelt mehr den Eindruck von Südsee, wüsste man nicht, dass man sich am nördlichen Polarkreis befindet. Wollgras, Orchideen, Flieder, Lupinen überall. Gerüste zum Kabeljau Trocknen soweit das Auge reicht. Mehr Sträuche als Bäume. Eine Landschaft, bei der einem das Herz aufgeht und man denkt, dass so viel Schönheit gar nicht wirklich sein kann. Alles ist wild und schön.

Brücken und Tunnels

Einige der Inseln sind mit Dämmen verbunden. Das gefiel mir besonders gut, wenn ich rechts und links von mir das Wasser sehen konnte. Andere Verbindungen sind Brücken, die teilweise sehr gewaltig in die Höhe ragen, manche sind mit einem eleganten Schwung konstruiert, andere wirken wie senkrechte Mauern, wenn man darauf zusteuert. Der Gedanke, da hinauf zu fahren, jagt mir jetzt noch einen kleinen Schauer über den Rücken. Damit die Schiffe darunter passieren können, sind die Brücken hoch und steil gebaut. Und es bläst der Wind …

Die Brücke auf dem Weg nach Andenes hatte es besonders in sich. An diesem Tag war es so windig, dass ich kaum wusste, wie ich mich auf dem Rad halten sollte. Absteigen war jedenfalls keine Option. Aber irgendwie haben wir auch das gemeistert.

In den ersten Tage gab es nur wenige Tunnels zu durchfahren, am letzten Tag waren es jedoch einige, mit insgesamt 16 km Länge. Jeden Tag wurde angesagt, dass man seine Lichter parat haben solle, nur am letzten Tag nicht – einige hatten nicht mehr daran gedacht die Akkus zu laden – was uns natürlich auch passiert ist und unsere Lampen immer schwächer wurden, bis sie schließlich ganz ihren Geist aufgaben. Einer der Tunnels war etwa 4,5 km lang und ging auf 130 m unter dem Meeresspiegel in die Tiefe, unter einem Fjord hindurch und auf der anderen Seite wieder hinauf. Erst waren wir vollkommen allein auf der Straße und dank der guten Beleuchtung im Tunnel konnte man dort ganz gut fahren, aber dann kam hinter uns ein Bus, gefolgt von einem Sattelschlepper und es fühlte sich schon etwas unheimlich an. Unsere flotte Gruppe musste ich kurz vorher verlassen, da mir beim Schalten die Kette zwischen Rahmen und Zahnkranz gerutscht war. Karin hat auf mich gewartet und wir sind zu zweit weiter. Im Gruppetto die Tunnelabfahrten zu fahren war ohnehin nicht der größte Spaß. Ein 6 km langer Tunnel mit permanenter Steigung trieb uns später schließlich zur Höchstleistung an, sodass vier unserer Mitfahrer nicht dranbleiben konnten und wir in ganz kleiner Gruppe in die rasante Abfahrt gingen und die letzten Kilometer bis zum Ziel schon zählten.

Belgischer Kreisel

Das Terrain auf den Inseln ist relativ flach, allerdings kommen immer wieder kleine und durchaus giftige Anstiege, die in der Gruppe natürlich immer schnell angegangen werden und viele Körner kosten. Die im Roadbook angegebenen Höhenmeter (ca. 3.000) waren maßlos untertrieben. Der Garmin zeigte jeden Tag wesentlich mehr an (auf die Addition habe ich verzichtet). Wir haben unterwegs festgestellt, dass Karin und ich eigentlich lieber lange Berge hinauf radeln, da kann man sich in seinen Rhythmus einschwingen und fährt für sich, in der Ebene hingegen – und noch dazu bei heftigem Gegenwind – braucht man unbedingt eine starke Gruppe, die man möglichst nicht verlieren sollte. Auch das war eine Erfahrung, die wir gemacht haben, als wir bei der Versorgung anhielten, nur um kurz ein Getränk und ein Brot zu greifen – und hast-du-sie-nicht-mehr-gesehen, war die Gruppe schon wieder unterwegs – ohne uns. So richteten wir uns die folgenden Tage darauf ein, allerhöchstens mal von einer selbst mitgeführten Banane abzubeißen, ansonsten ohne Pause durchzufahren – was wiederum den Vorteil hat, dass das Rennen schneller um ist und mehr Zeit zum Regenerieren bleibt.

Das Fahren in den Gruppen klappte nicht immer gut. Das lag zum Teil daran, dass der eine oder andere Teilnehmer nicht ans Gruppenfahren gewöhnt war und durch spontane Platzwechsel oder ungleichmäßiges Tempo für Unruhe im Feld sorgte. Aber auch hier fanden Lernprozesse statt.

Das Rennen an Tag 4 zum Beispiel startete erst nach der Versorgung (vorher 15 km bis zur Fähre, dann neutralisiert 40 km), dafür gleich mit einem Anstieg und Einfahrt in einen Tunnel. Eine größere Gruppe setzte im Tunnel an, mich zu überholen. Karin rief gleich, dass ich mitfahren solle. Hab ich auch gemacht, musste mir aber erst einen Rüffel abholen, dass ich mich gefälligst hinten einreihen soll. Ok. Ok.

Das war ein Teil vom großen Team Voss aus Norwegen. Die Ladies des Teams haben uns erst mal im Vorarbeiterton in ihre Regeln des Kreiselns eingeweiht. „Hold the line. Dranbleiben!” Also, nach anfänglichen Schwierigkeiten dranzubleiben, da das Tempo ziemlich zackig war, gelang es uns ordentlich die Spur zu halten, den Wechsel immer zur rechten Zeit auszuführen und sauber mitzufahren. Die Anstiege ließen den Riesenkreisel auf etwa 25 Leute schrumpfen und wir hatten richtig Spaß. Die Norwegerinnen belohnten uns am Ende mit großem Lob – „Oh, you did a great job!” – und alle freuten sich über den 33er Schnitt. Von ca. 85 Rennkilometern fuhren wir 70 km im Belgischen Kreisel. Entgegenkommende Autos sind bei unserem Anblick vorsorglich am Wegrand stehen geblieben. Die letzten Kilometer führten eine sehr kurvige Straße entlang, hinein in eine steile, dunkle Tunnelabfahrt und ebenso steile Auffahrt an die Oberfläche und weiter bergauf bis zur Ziellinie. Dann noch weitere 40 km Rollen hinter Frontmann Burkhard, der sich gegen den Wind stemmte, bis zum Quartier in Reine. Zwischendrin war dann mal eine Kaffee- und Kuchenpause angesagt. Das sahen unsere neuen norwegischen Freunde auch so. Die Stimmung im Café war jedenfalls sehr angeregt und der Kuchen hatte schon etwas Weihnachtliches.

Radabenteuer am Rande

Wir versuchten jeden Tag, uns eine Taktik zurechtzulegen. Das funktionierte leider nicht, also hieß es täglich neu zu entscheiden: Was machen die Beine? Wer bietet ein gutes Hinterrad? Mit welcher Gruppe lässt es sich kreiseln? Ah, hier sind schon Bekannte – mit denen könnte die Etappe ganz gut klappen.

Unser Lieblingshinterrad war an einem Tag Yvonne, die schöne Norwegerin aus Bergen, die stets ihrem Mann folgte, der ihr als erfahrener Ironman der perfekte Pacemaker war, um sie in Führung ihrer Altersklasse zu bringen. Und die beiden fuhren großartig. Völlig unbeirrt vom Chaos mancher Gruppen oder größerer Löcher zwischen einzelnen Gruppen, kurbelten sie sich voran – und wir hinterher – jedenfalls einige Zeit lang. Hat auch sehr viel Spaß gemacht. Yvonne führte bei den Damen zwischen 50 und 59 Jahren, bis sie auf der letzten Etappe ausgebremst wurde, bei einer Karambolage stürzte und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterfahren durfte. Sie war sehr enttäuscht, ertrug das aber ausgesprochen sportlich und ist für diese Tour auf alle Fälle meine große Heldin.

Auch Justin war einer unserer Helfer, der bei der ersten Etappe auf dem Rückweg unser Frontmann war und es mir schien, als hätte er sich übernommen. Aber er steigerte sich von Tag zu Tag und wir fuhren des Öfteren gemeinsam in einer Gruppe. Oder Magnus, ein Norweger, der mit Fiona das Rennen bestritt und immer einen flotten Spruch auf den Lippen hatte und die Stimmung in der Gruppe hochhielt. Nicht zu vergessen Steffen und seine Frau Uta, mit denen wir uns auf der dritten Etappe gegen den Wind vorankämpften.

Auch gefielen mir die unterschiedlichen Sprachfetzen, die ich unterwegs im Feld so aufschnappen konnte, sehr gut. Norwegisch, Schwedisch, Englisch, Holländisch und Schwäbisch.

Das lustige und gut organisierte Holländertrüppchen, das sehr viele starke Frauen mit dabeihatte, war auf alle Fälle eine Bereicherung für die Valhalla. Beim Kreiseln hielten sie das Tempo extrem hoch und sorgten dabei nicht unbedingt für Entspannung auf der „Zurückfallen-Lassen-Spur”.

Respekt für die vielen, sehr starken Radlerinnen, die an dieser Veranstaltung teilnahmen.

Das Resümee

Die großartige Landschaft war beeindruckend. Rennradtechnisch galt es sich täglich auf neue Gegebenheiten einzustellen. Die Rennen waren super anstrengend und erforderten absolute Konzentration. Patzer durfte man sich nicht erlauben. Das Tempo war stets hoch und die vielen Kilometer zu kreiseln kostete einiges an Kraft. Nichts desto trotz hat diese Woche super viel Spaß gemacht. Obendrein waren wir auf dem 3. Platz der Zweierteamwertung mit einer Gesamtzeit von 21 Stunden und nicht ganz 7 Minuten und konnten zwei Männerteams, die anfangs vor uns lagen, in ihre Schranken weisen.

Das Schlafen im Camp war ganz ok und Karin meinte am Ende sogar, dass sie ihr Bett zu Hause eigentlich rausschmeißen könnte, denn so eine Luftmatratze tue es doch auch. Auch könne man doch ganz gut aus dem Koffer leben, wozu brauche man Schränke.

Wir durften sehr nette Leute kennenlernen, haben viel norwegische Mentalität (= absolute Tiefenentspannung und Unaufgeregtheit) mitbekommen und waren Teil eines tollen Events. Einige Teilnehmer sind schon oft dabei gewesen und werden im nächsten Jahr sicher wieder dabei sein. Mir ist der Aufwand dafür ein wenig zu groß. Ein Abenteuer war es jedoch auf alle Fälle und dieses Erlebnis möchte ich nicht missen.

Danke auch an die Organisatoren. Ihr habt es super gemacht.

Bei seiner Abschlussrede bemerkte Geir, dass es eine tolle Veranstaltung gewesen sei, die Lofoten aber für so viele Radfahrer auf einen Schlag noch nicht bereit waren. Vielleicht passen kleine Gruppen oder Einzelreisende eh besser zu diesen wunderbaren Inseln.

Eure Stefanie

Noch mehr Bilder