Karwendelrunde Sep 2019

rund um die bleichen Berge in Mittenwald

Heute fuhren wir einen weiteren MTB-Klassiker - die "Karwendelreib'n".

Treffpunkt war 7 Uhr beim IKO. Doch ein Platten bei Gudrun`s neuem MTB verzögerte die Abfahrt nach Hinterriss. Auch die Steckachse hatte einen Defekt. Was tun ?  Karl fuhr noch mal zurück nach Brannenburg und holte sein zweites MTB - vielen Dank.

Um 8 Uhr ging es dann los, Sepp & Sepp, Gudrun, Karl, Stefan V und Kurt machten sich auf nach Hinteriss. Um 9.30 Uhr saßen wir auf den Rädern. Ohne viel Warmfahren ging es gleich steil hinauf in Richtung Vereinsalm, der frühere schmale Trail war nicht mehr vorhanden - für e-Biker Gott sei Dank. Nach einer längeren Abfahrt mit Blick auf das Estergebirge kamen wir an die Schotterebene des Bärnbachs. Aufgrund des kalten letzten Wochenendes mit Neuschnee hatte der Bärnbach sehr viel Wasser mit zwei Bachläufen, die wir zu überqueren hatten. Irgendwie mußten wir rüber - ohne nasse Schuhe ging es nicht, aber bei sehr warmen Temperaturen war das egal. Die zweite Überfahrt wurde gefahren oder einfach geschoben.

Nach diesem kleinen Intermezzo ging es sehr steil hinauf zur Vereinsalm (kurz sogar bis zu 26% Steigung). Für eine Einkehr auf der Vereinsalm war es noch zu früh. Oben am Sattel einen Riegel oder Banane. In einer schnellen Abfahrt ging es runter nach Mittenwald. Hier steppte der Bär, da Almabtrieb war und Tausende Zuschauer das verfolgten. Schnell weg in Richtung Riedböden und weiter nach Scharnitz, am Fuß des Karwendeltals.

In der Mittagshitze ging es von Scharnitz aus in das Karwendeltal flankiert von den Bergriesen des Karwendel. Geplant war eine wohlverdiente Einkehr in der urigen Larchet-Alm am Fuße des langen Anstiegs zum Karwendelhaus - doch was war los, die Larchet-Alm gab es nicht mehr. Fast alle von uns hatten einen großen Rucksack mit warmen Klamotten dabei, aber keine weiteren Riegel oder Banane mehr. Also wurde der Rest an Essen und Trinken untereinander aufgeteilt.  Auch ein wenig schlechte Tourenplanung des "Guides" :-(  Also  weiter die lange Auffahrt bei brütender Mittagshitze zum Karwendelhaus. Oben wimmelte es von e-Bikern. Nach einer Brotzeit bezahlt vom Verein (vielen Dank !) fuhren wir die letzten Höhenmeter hinauf zum Hochalmsattel auf 1.800 m. Hier kehrte Ruhe ein, es war schon eher später Nachmittag, und die e-Bike Horden waren schon wieder in die andere Ri runter nach Scharnitz verschwunden. Die schwere und lange Schotterabfahrt hinunter zum kleinen Ahornboden verlangte höchste Konzentration - ein Fehler im schweren Geläuf und man küsst die kindskopfgroßen Schottersteine.

Den Abstecher zur Falkenhütte haben wir ausgelassen, zu spät bereits am Nachmittag. Also runter durch das Johannistal und auf der Mautstrasse unten die paar Kilometer zurück nach Hinteriss.

Alles in allem ca. 70 km und 1.850 Hm

Die Heimfahrt mit dem Auto war von Staus geprägt, konnte uns aber den superschönen Tag in den Bergen nicht mehr vermiesen.