mit dem RR durch die Sierra Nevada

hohe Berge, rauhe Landschaften, kulturelle Städte

Spaniens Süden in Andalusien ist im Herbst immer eine Reise wert. Das Wetter lies uns auch diesmal nicht im Stich - 10 Tage lange hatten wir eitel Sonnenschein und Temperaturen immer um die 30 Grad - auch oben im höheren Bergland.

Startpunkt der Rennradrundreise war das bergige Hinterland von Malaga. In 10 Tagesetappen ohne Pausentag fuhren wir 1.000 km und knapp 21.000 Höhenmeter. Einsame Pässe mit elendlangen Auffahrten, aber auch mit mehreren Abfahrten über 25 km lang prägten die Tour.

Es gab viele Highlights auf dieser Rundfahrt - radfahrermäßig natürlich die Auffahrt aus Granada zum Pico del Veleta, dem höchsten mit dem RR fahrbaren Berg (3.396m) in Europa, der einen fast 3.000 Hm am Stück hinauffahren läßt: 50 km rauf, und wieder 50 km runter - die Abfahrt fährt man wie im Rausch.

Aber es gab auch viele kulturelle Highlights, wie die Kathedrale und Alhambra in Granada, ebenso wie kulinarische Highlights in Andalusien - den Tapas, Salmorejo (kalte Gemüsesuppe), Morcilla (Blutwurst), als auch bei uns bekannte Standardprodukte wie Chorizo (Paprikasalami) und dem Seranoschinken.

Es fand ja ausserhalb der Städte und größeren Dörfer sowieso kein Verkehr statt, und wenn doch, dann ist der spanische Autofahrer so was von geduldig und aufmerksam gegenüber Rennradfahrern, kein Vergleich zu den Rüpeln im deutschen Autoverkehr !

Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Rundreise, landschaftlich ein Traum, man muß aber gutes Sitzfleisch haben (oder halt Gesäßcremes für vorher und nachher). Und für unseren Rücken und schnelle Beine hatten wir eine Legende des Radsports dabei - Dieter "Eule" Rothenburg, einst Masseur beim Telekom Team und damals zuständig für die Betreuung von Ulrich, Zabel, und Klöden.